Das Ehepaar Karin und Eberhard Schmidt eröffnete 1998 in Joditz sein privates Jean-Paul-Museum. Eberhard Schmidt, einer der innigsten Verehrer Jean Pauls, präsentierte hier seine über Jahre gesammelten Schätze rund um den Dichter. Wer das Glück hatte, eine Führung mit ihm zu erleben, stellte fest: Er kannte Jean Paul auswendig.
Bereits 2002 begann das Ehepaar, erste grüne Stationstafeln mit Jean-Paul-Texten zu entwerfen und entlang des Saalewegs aufzustellen. Später wurden sie Teil des literarischen Teams des Jean-Paul-Weges.
Eberhard Schmidt verstarb im Januar 2016 – die Vollendung des Jean-Paul-Weges durfte er noch miterleben.
Bereits 2001 entwickelte Bernd Häuser gemeinsam mit der Tourismuszentrale Fichtelgebirge die frühe Form des heutigen Jean-Paul-Weges. Unter dem Motto „Das Elixier Jean Pauls“ führte die Route – mit einer ähnlichen Streckenführung wie heute – von Mödlareuth bis Bayreuth über eine Länge von 136 Kilometern.
In den 1980er- und 1990er-Jahren veröffentlichte Häuser mehrere Bücher und Wanderführer über das Fichtelgebirge. Weitere Informationen über ihn konnte ich bislang nicht finden – auch keinen weiterführenden Link.
Christian Kreipe, ehemaliger Geschäftsführer des Naturparks Fichtelgebirge, ist heute im Ruhestand und als Wegereferent des Fichtelgebirgsvereins tätig. Er war das zentrale Verbindungsmitglied zwischen der Nord- und Südschiene des Jean-Paul-Weges und Herausgeber von fünf Wanderflugblättern zum Weg.
Zudem erarbeitete er die weißen, helfrechtschen Landschaftstafeln »Landschaft zu Jean Pauls Zeiten«.
Dr. Karla Fohrbeck (* 1942), Kulturwissenschaftlerin und Kulturpolitikerin, wuchs in Bayreuth auf. Sie war die treibende Kraft hinter dem Jean-Paul-Weg – diejenige, die alles ins Rollen brachte und alle Akteure miteinander verband: Finanziers, Sponsoren, Organisatoren, Städte und Gemeinden, Regionalmanager, Tourismusverbände, Wissenschaftler, Literaturliebhaber, Wegwarte, Heimatkenner, Museumsleiter, Wirtsleute, IT- und PR-Experten, Politiker und natürlich Wanderer.
Sie war und ist immer noch der »Tsunami« hinter dem Projekt, die »Muse im Netz« – und sie hielt durch. Von 2007 bis 2013 dauerte es, bis alles verwirklicht war.
Danke Karla Fohrbeck, das war echt nötig, alles!
Dr. Frank Piontek (* 1964), in Berlin geboren, studierte Altgermanistik, Neue Deutsche Philologie und Philosophie in Berlin und Bayreuth. Seit 1988 lebt er auch in Bayreuth. Seitdem ist er als freier Autor tätig. Piontek ist verantwortlich für die neue Konzeption des Jean-Paul-Museums in Bayreuth und gehört zum literarischen Team des Jean-Paul-Weges. Als »Handlungsreisender« in Sachen Jean Paul ist er auch mit seiner Jean-Paul-Reihe »Logen-Blog« im Literaturportal Bayern aktiv.
Hans-Peter Schmidt, damaliger Aufsichtsratsvorsitzender der »Nürnberger Versicherungsgruppe«, teilt mit Jean Paul den Geburtstag am 21. März. Es mag ihm deshalb besonders gefallen haben, diesem literarischen, geistigen, kulturpolitischen, touristischen, grenz- und verwaltungsübergreifenden, unbürokratischen, vereinslosen und heimatliebenden Unternehmen eine wohltuende finanzielle Geburtshilfe zu bescheren.